Die Temperaturangaben des Einsatzbereiches von Schlafsäcken beruhten in Deutschland auf die Europäische Norm EN 13537 

Der EN liegt ein labortechnisches Bewertungsverfahren zu Grunde
 
Zu beachten ist bei der Interpretation der Norm-Werte, dass die untere Grenze des Komfortbereichs beim Mann tiefer liegt als bei der Frau.
 
Der Komfortbereich beschreibt den Temperaturbereich, innerhalb dessen ein unerfahrener Nutzer sich jederzeit wohl fühlt. Die Temperatur, bei der die Norm-Frau in einer entspannten Position bequem schlafen kann.
 
Der Limitbereich beschreibt den Temperaturbereich, bei der ein Norm-Mann acht Stunden lang in einer eingerollten Position ohne aufzuwachen schlafen kann
 
Im Extremebereich ist mit starkem Kälteempfinden zu rechnen, bis hin zu dem Risiko von Gesundheitsschäden. Diese Angabe sollte nicht die Grundlage der Nutzungsentscheidung sein. Der Schlaf kann hier durch das starke Kälteempfinden häufig unterbrochen werden und ist nicht so erholsam. Unterhalb des Risikobereichs ist mit Erfrierungen zu rechnen. Die Minimaltemperatur, bei der die Norm-Frau sechs Stunden ohne das Risiko des Todes durch Unterkühlung (wobei Erfrierungen an der Haut nicht ausgeschlossen werden) aushalten kann.
 
Jede Person empfindet Temperaturen anders. Das sollte beim Kauf eines Schlafsacks beachtet werden. Faktoren sind auch das Geschlecht, Müdigkeitsgrad, Hungergefühl, Alkohol und andere einflüsse, die zudem die Temperaturempfindsamkeit beeinträchtigen können. Temperaturleistungen können zudem durch zusätzliche Bekleidung (Thermowäsche, Nachtwäsche) beeinflußt werden.