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bluesign

bluesign - Die Anforderungen und Ziele des blauen Siegel

Das bluesign®-Siegel ist ein Zeichen für einen schonenden Umgang mit der Umwelt, der Gesundheit und der Sicherheit im Bereich der Industrie und Produktion. Er verspricht dem Kunden fünf unabhängige Grundprinzipien der Nachhaltigkeit und dem Arbeiterschutz:

  • Ressourcenproduktivität
  • Konsumentenschutz
  • Abluft
  • Abwasser
  • Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz

Die Entstehung hinter dem bluesign® -Standard liegt bei dem umweltfreundlichen Zusammenfassen vom Konsumentenschutz, dem ordnungsgemäßen Umgang mit Abwasser und Abluft sowie der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Vereint unter dem großen Ziel: der Ressourcenproduktivität. Die Hauptaufgabe liegt dabei auf die Minimierung der Umweltbelastung und der Optimierung der Ressourceneffizienz bei den Produktionen.

Mit diesem großen Ziel soll der Einfluss der Industrie in der Umwelt und Natur gemindert werden. Schon vor der Massenproduktion werden alle Produkte auf ihre toxikologischen und ökologischen Eigenschaften getestet. Gefährliche Substanzen werden so rechtzeitig erkannt und behoben.

Die Entstehung und Bedeutung

Mit dem bluesign®-Standard soll für den Endverbraucher ein Produkt mit einer hoher Schadstofffreiheit vom Hersteller produziert werden, was aber auch eine umwelt- und ressourcenschonenden Herstellung garantiert. Um dies zu versprechen, dass der bluesign Standard für viele Unternehmen anwendbar und unabhängig ist, wurde in der Schweiz im Jahre 2000 die Firma bluesign technologie gegründet.

Für den selber angesetzten Qualitäts-Standard sorgt ein Prüfungsteam, was über Jahre seine Entwicklung mit hoher Technologie fortsetzt und erarbeitet hat. Die sozialen Grundrechte und Aspekte werden durch bluesign nicht garantiert, jedoch verpflichten sich alle Partner zur Einhaltung des UN GLOBAL COMPACT. Dieses gibt strenge Anforderungen für die verschiedenen Bereiche wie Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung vor.

Die geforderten Kriterien am Arbeitsplatz

Verschiedene Testergebnisse und Kontrollen sind öffentlich zugänglich und werden auch von unabhängigen, dritten Personen gründlich geprüft.

Die Gesundheit und Sicherheit des Menschen am Arbeitsplatz ist eines der wichtigen Grundprinzipien des bluesign Standards. Durch das Input-Stream-Management System können schädliche Stoffe bereits vor dem Produktionsprozess verhindert werden. Arbeitnehmer kommen so mit den verschiedenen Schadstoffen nicht in Kontakt. Selbst die entsprechende Schutzkleidung bei Chemikalien wird von bluesign angeordnet und bestimmt.

Die Unterschiedlichen Inhaltsstoffe wie Rohmaterialien, Wasser und Energiequellen werden lange mit dem "Input Stream Management System" ausgewertet. Die komplette und naturfreundliche Herstellung und Weiterverarbeitung wird so geprüft und bestätigt. Die Inhaltsstoffe werden aufgrund ihrer toxikologischen und ökologischen Risiken in verschiedene Kategorien klassifiziert.

Quelle: www.bluesign.com

Fair Wear Foundation

FWF - steht für Menschenrechte in der Textil Industrie

Das Unternehmen Fair Wear Foundation steht für eine starkes Einsetzen der Menschenrechte bei der Produktion von Textilien. Der Mindeststandard der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO), sowie örtliche Gesetze sollen bei der Herstellung garantiert werden. Arbeitsnormen und menschenwürdige Arbeitsverhältnisse sollen hier stark bei der Industrie durchgesetzt werden.

Alle Abteilungen der unterschiedlichen Firmen werden hierbei berücksichtigt. In vielen Ländern, darunter auch Hauptproduktionsländer wie Bangladesch, China, Indien, Indonesien, Mazedonien, Polen, Rumänien, Tunesien und in der Türkei ist die Organisation Fair Wear Foundation aktiv.

Die Stiftung FWF wurde im Jahre 1999 von Einzelhandelsverbänden, Lieferanten, Gewerkschaften und nichtstaatlichen Organisationen aus der Bekleidungsszene gegründet und wird europaweit immer stärker vertreten..

Eine regelmäßige Kontrolle der Rechte und Aufgaben

Jährlich überprüft ein Gremium der Initative FWF die angesetzten Anforderungen und Richtlinien der jeweiligen Produktionsorte. Jedes dritte Jahr wird eine Kontrolle über die Umsetzung der Arbeitsbedingungen durchgeführt. Auch verschiedene Anforderungen wie das Managementsystem der jeweiligen Mitgliedsunternehmen wird beobachtet und von dritten geprüft, um die Umsetzung des FWF-Verhaltenskodex zu garantieren. Die Mitglieder müssen Berichte abgeben sowie Daten und Informationen, zum Beispiel über Zulieferer und Handelspartner. Diese Infos sind auf der Fair Wear Foundation Website frei zugänglich.

Die geforderten Arbeitsstandards, wie zum Beispiel das ILO-Übereinkommen (International Labor Organization), sind alles Normen der internationalen Gemeinschaften.

Für ein faire Arbeit und einen gerechten Lohn

Die FWF setzt sich sehr stark gegen jegliche Formen von Kinderarbeit ein. Das Mindestalter liegt bei 15 Jahren. Außerdem dürfen die Kinder nicht unter schädlichen und gefährlichen Umständen arbeiten. Auch die Löhne müssen dem branchenüblichen Einkommen gerecht werden und sollen eine Befriedigung der Grundbedürfnisse von Menschen und deren Familien versichern. Ein frei verfügbares Grundgehalt und eine Offenlegung der Gehälter sind ebenfalls Kriterien die bei den Unternehmen eingehalten werden müssen.

Die Arbeits-und sozialrechtlichen Verpflichtungen dürfen hierbei bei den Arbeitnehmern nicht umgangen werden. Bei der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses, aber auch bei Neueinstellung und Beförderungsregel muss die Chancengleichheit und das Diskriminierungsverbot befolgt werden.

Jede Partei hat eine ausgeglichene Stimme

Die FWF erlaubt den Arbeitern die Gründungen von Betriebsräten und Arbeitergemeinschaften. Diese haben bei Verhandlungen ein Mitspracherecht. Das Arbeitsverhältnis zwischen FWF und den Unternehmen basiert jedoch freiwillig und unter keinem Zwang. Arbeitszeiten müssen den gesetzlichen Anordnungen und den branchenüblichen Zahlen angepasst werden. Eine regelmäßige, wöchentliche Arbeitszeit von mehr als 48 Stunden darf zudem nicht vereinbart und ausgeführt werden. Überstunden müssen freiwillig erfolgen und rechtzeitig als Ausgleich innerhalb einer bestimmten Frist bei der Arbeit angesetzt werden.

Der FWF Kodex verlangt einen sicheren und hygienischen Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Umwelt. Belästigungen und Erpressung sind streng Verboten.

Quelle: www.fairwear.org

Öko-Tex 100

Öko-Tex - jedem Artikel können Sie vertrauen

Das Prüfungssystem des Oeko-Tex® Standards 100 ermittelt die unzähligen Qualitätsanforderungen jedes Verbraucher an den aktuellen Textilprodukten und versucht dabei gleichzeitig die komplexen Produktionsbedingungen in der Textilindustrie gerecht zu werden und diese zu berücksichtigen. Für die Verbaucher soll diese Zertifizierung des Öko-Tex Standard 100 für die Herstellung humanökologisch unbedenklicher Textilprodukte aller Art stehen. Außerdem setzt sich das Unternehmen für eine bessere und schnellere Beziehung zwischen den Produktionshändlern ein. Beide Siegel, der Oeko-Tex Standard 100 als auch der Öko-Tex Standard 1000 sind normative Dokumente, die von der "Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textil-Ökologie" (Öko-Tex) veröffentlicht werden.

Entstehungsgeschichte

Ende 1990er wurde das Label Öko-Tex Standard 100 für die Verbraucher-Bedürfnisse, wie gesundheitlich unbedenkliche Textilien, erschaffen. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine nennenswerten und ebenso schlagkräftigen Symbole für Qualität in den Produkten. Genauso wenig existierte ein Sicherheitsmaßstab für die Firmen der Textil- und Bekleidungsindustrie, welcher einen Test von Schadstoffen in Textil Produkten ermöglichte. So kam es zu einer Fusion zwischen der ÖTI (Österreichische Textil-Forschungsinstitut) und dem deutschen Forschungsinstitut Hohenstein. Auf dem Gerüst ihrer bereits bestehenden Prüfergebnisse und Normen entstand dann gemeinschaftlich der Öko-Tex Standard 100. Nach dem großen Erfolg dieses Standards folgte Mitte der 90er Jahre die Entwicklung des Öko-Tex Standard 1000, der in den Anforderungen strenger geworden ist und ebenso auch soziale Kriterien und Arbeitsbedingungen mit einbezieht und wertet.

Verantwortung in jeder der Materialien

Für die unabhängigen Schadstoffprüfungen nach Öko-Tex Standard 100 sind internationale Öko-Tex Gemeinschaften sowie ein Zusammenschluss von 14 Textilforschungs- und Prüfinstituten in Europa und Japan zuständig. Folgende Methoden und Instrumente benutzt Öko Tex bei der Prüfung:

Öko-Tex Standard 100: Steht für ein weltweit einheitliches Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Roh-, Zwischen- und Endprodukte aller Verarbeitungsstufen. Hier bezieht man sich nur auf Produkteigenschaften. Ein Zertifikat gilt für die Dauer eines Jahres und kann öfter erteilt werden.

Öko-Tex Standard 1000: Eine Ergänzung zum produktbezogenen Öko-Tex Standard 100. Hier handelt es sich um ein Prüfsystem, Auditierungssystem und ein Zertifizierungssystem für die umweltfreundlichen Betriebsstätten entlang der textil Kette. Das erfüllen von verschiedenen Kriterien ist hierbei eine Voraussetzung. Zudem muss ein Nachweis erbracht werden, dass mind. 30 % der gesamten Produktion bereits nach Öko-Tex Standard 100 ausgestattet sind. Kriterien wie der Ausschluss von umweltschädigenden Hilfsmitteln und Farbstoffen, spezielle Richtwerte für Abwasser- und Abluftreinigung und ein sparsamer Energieeinsatz sind neben der Lärm- und Staubvermeidung Grundlagen des Umweltmanagement-Systems.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz, das Verzichten auf Kinderarbeit sowie das Verbot der Zwangsarbeit und der Diskriminierung sind wesentliche Pflichten der sozialen Anforderungen. Auch das Recht auf Gewerkschaftsbildung und Versammlungsfreiheit, Arbeitszeit und Entlohnung nach dem Gesetzt muss erfüllt werden. Die Auszeichnung gilt für drei Jahre und muss regelmäßig erneuert und geprüft werden.

Öko-Tex 100plus Standard: Ist ein Produktlabel, das den Herstellern die Chance gibt, sowohl die humanökologische Optimierung ihrer Bekleidung als auch ihre Tätigkeiten im Bereich der Produktionsökologie gegenüber dem Kunden nachzuweisen. Diese Auszeichnung erhält das Unternehmen nach der erfolgreichen Produktion von Produkten die schon mit dem Öko-Tex Standard 100 Symbol zertifiziert sind.

Die Prüfkriterien an den Hersteller

Bei dem Öko-Tex Standard 1000 ist die Kinderarbeit für Kinder im schulpflichtigen Alter absolut verboten. Auf jeden Fall für Kinder unter 15 Jahren. Damit greift dieser Standard die Richtlinien der International Labour Organization (ILO) auf.

Laut dem Öko-Tex Standard 1000 sind Gehälter für eine normale Arbeitswoche, gesetzlichen und industriellen Normen entsprechend. Das Thema Bezahlung wird im Öko-Tex Standard 100 neben der Kinderarbeit und dem Thema Mitsprache-Recht nicht erwähnt. Der Öko-Tex Standard 1000 erkennt jedoch das Recht an, Gewerkschaften zu gründen. In Ländern, in denen Gesetze eine Gewerkschaft verbieten, sollen freie Versammlungen sowie Verhandlungen ermöglicht werden.

Bei dem Öko-Tex Standard 1000 darf jeder Arbeiter nicht mehr als 48 Stunden pro Woche arbeiten und muss bei freiwilligen Überstunden mindestens einen freien Tag innerhalb von sieben Tagen gewährleistet bekommen. Nur bei einer Sonderreglungen sind mehr als 12 Überstunden erlaubt. Der Öko-Tex 1000 Standard steht auch für einen Schutz gegen jegliche Schadstoffe. Sollten die Arbeitnehmer jedoch von riskanten Chemikalien betroffen sein, steht ihnen ein dafür vorgesehener Sicherheitsanzug zu.

Eine nachhaltige Textilproduktion

Bei der Schadstoffprüfung hat der Öko-Tex 100 Test einen verbindlichen Prüfungskatalog, der jedes Jahr dem "aktuellen Stand der Gesetzgebung und Forschung" angepasst wird:

  • gesetzlich verbotene Substanzen wie krebserregende Farbstoffe
  • gesetzlich reglementierte Stoffe wie Formaldehyd, Weichmacher, Schwermetalle oder Pentachlorphenol
  • nach derzeitigem Wissensstand gesundheitlich bedenkliche, jedoch noch nicht gesetzlich reglementierte oder verbotene Substanzen wie Pestizide, allergisierende Farbstoffe oder zinnorganische Verbindungen
  • Parameter wie Farbechtheiten und ein hautfreundlicher pH-Wert, die der Gesundheitsvorsorge des Verbrauchers dienen

Quelle: www.oeko-tex.com

Viele unserer Marken wie Mammut, Vaude oder Odlo sind mit den jeweiligen Zertifikaten ausgestattet und erhalten die Unterstützung für soziales Handeln und ihre Transparenz im Umgang mit der Umwelt und Natur.